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Zuhause in einer Gammel-Wohnung

Eigentlich bin ich eine fröhliche Frau. Ich lache gerne, singe und mache Musik. Ich liebe meine beiden Enkel. Doch manchmal, wenn ich wieder eine Depression habe, wird alles um mich dunkel. Dann fällt mir selbst das Aufstehen schwer. Jemanden in dem uralten Haus einzuquartieren, in dem ich wohne, ist eigentlich eine Zumutung. Im Winter ist es kalt. Im Sommer strömen Ameisen aus den Rissen in den Wänden. Das ganze Jahr tummeln sich überall Mäuse. Auf Reklamationen reagiert der Vermieter nicht. Ich habe keine Kraft, mich weiter zu wehren. Die ganze Situation macht meine Depressionen noch schlimmer und ich fühle mich immer schwächer.

Werde ich mein ganzes Leben in dieser Gammel-Wohnung leben?

Bettina erträgt ihre Situation weiter tapfer. Inzwischen hat sich der Hausbesitzer bei ihr gemeldet. Der Kühlschrank läuft wieder. Vor den Mäusen hat sie momentan Ruhe, da sie die Löcher im Haus verstopft hat. Und sie lädt wieder Freunde ein, singt und musiziert und träumt von einem Tiny House (winziges Haus).

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